Andere Ansehungsweise, Das ist eine komplett andere Weltanschauung, die ich nicht unbedingt mit dem Autor teile, aber es war mal erfahrenswert, wie andere Leute die Welt sehen...
Ein lohnender Gang durch die Welt ureigener Fehler, Wer kennt schon seine eigenen Fehler, die schon lange gepflegten und liebgewonnenen! Aber wir pflegen sie in Wahrheit, weil wir sie nicht kennen. Dobelli zeigt klar auf, warum wir sie nicht einmal lieben, sondern nur uns lieben und deshalb uns unsere Fehler nicht bewusst sind.
alltagsrelevant für akademische Köpfe!,
Die Kunst Mitzudenken, Ein klarer Fall! Wenn 'man' beim Frühstück beginnt zu Lesen und sich am frühen Nachmittag über Seinen eigenen Hunger ärgert, da er eine Lesepause erzwingt, dann spricht das zumindest für die Kurzweiligkeit eines Buches. Hatte doch Nassim Taleb dem Romanauthor Rolf Dobelli scheinbar empfohlen, auf die Veröffentlichung eines 'Sachbuches'zu verzichten. Insubordination scheint auch hier die Stärke des Authors gewesen zu sein, die uns dann doch dieses kurzweilige und spannende Buch bescherte. Die Erkenntnisse sind grundsätzlich nicht neu. Jeder, dem das Denken Freude bereitet und vor allem der Mensch, der mit 'psychologischer Neigung' eine Grundskepsis gegenüber kognitiver Schmalspurigkeit hat, findet sich und vieles bereits Erkanntes hier wieder. Aber Rolf Dobelli hat mit viel Sachverstand die Themen sorgfältig gesammelt, mit netten Geschichten, mit denen man auch in der ein oder anderen trockenen 'Sitzung' punkten kann angereichtert und gut strukturiert, so dass man die 2 bis 3seitigen Kolumnen leicht auch mal Zwischendurch oder abends vor dem Schlafengehen lesen und behalten kann. Einzig die doch sehr 'globalisiert' wirkenden Anglizismen in den Überschriften, wirken selbst für einen deutschsprachigen Leser, der mehrere Jahre in den USA verbracht hat, nicht nahbar. Soll ich die Vokabeln lernen? Nein, der Inhalt zählt und die 'amerofantastischen' Stichworte bleiben als Merker haften.
Nette Unterhaltung, Die Lobeshymnen der meisten Rezensenten kann ich nicht nachvollziehen. Bewundernswert ist allerdings, aus welchen allgemeinen "Weisheiten" ein Könner (besser Unternehmer) wie Dobelli ein Buch zaubert. Ich finde den Inhalt oberflächlich und nur ansatzweise gelungen. Der 53te Denkfehler, einen "Lebensratgeber aus Neugierde zu kaufen", wird im Buch nicht erwähnt. Nach der Lektüre fühlt man sich natürlich schlauer. Ein schönes nahrhaftes Büchlein, beispielsweise für Lehrer oder Lehrerkinder.
Interessant, aber ..., Daß die meisten der 52 Kapitel (und damit die angesprochenen Denkfehler) englisch betitelt sind, ist äußerst nervig. Ist es den Schweizern so peinlich, ordentliches Deutsch zu sprechen (bzw. schreiben)? Davon abgesehen ein sehr unterhaltsames und interessantes Buch.
Anleitung zum skeptischen Denken.,
Der Kern des Buches steckt für mich in dem Punkt "Warum Sie gegenüber Autoritäten respektlos sein sollten". (Seiten 37-39) Schlicht und ergreifend sollten wir damit beginnen, weil unser selbstständiges Denken sonst einfach Stufe um Stufe herunterschält. Die Menschheit ergab sich bisher sehr gerne diesen Autoritäten, weil das Leben einfach wurde, schwarz-weiss, klar und die Verführer auf den Bühnen ihre Veitstänze aufführen konnten, die aussahen wie paradiesische Galavorstellungen. Hannes Wader beschreibt das in dem Film Wecker Wader Vaterland so eindrücklich und ehrlich. Der kommunistische Traum flog ihm dabei um die Ohren und er musste das selbstständige Denken wieder lernen, Schritt für Schritt, mühsam wie nach einem Schlaganfall.
NIchts Genaues weiß man nicht, so stellen sich alle anderen Wahrscheinlichkeitsberechnungen in diesem Buch dar, Vordergründiges wird in den Hintergrund geschoben, während andere Aspekte beleuchtet werden, die wichtiger sein können als das Übliche. "Das Leben ist ein Wirrwarr, schlimmer als ein Wollknäuel", steht auf Seite 53. Rolf Dobelli legt uns dieses Wirrwarr zurück auf den Anfang, gerade Schnüre, übersichtlich und logisch, aber doch irrelevant oft in wichtigen Situationen, die eben immer anders sind als sie von einem Autor vorauszudenken wären. Der Arzt, der ihm Antibiotika verschreibt könnte ebenso Recht gehabt haben (seiner Wahrscheinlichkeit nach) wie die Tatsache, dass der Autor einen Blinddarm zu beklagen hatte. Das Leben ist mehr als eine Wahrscheinlichkeitsberechnung.
Ein Tagebuch zu führen wird empfohlen, um die eigene, schlechte Vorhersagefähigkeit unter Beweis zu stellen (S 59). So ist es leider auch mit den meisten Tipps in diesem Buch, man beginnt nicht klarer zu denken, sondern umfassender, zweifelnder, skeptischer. Letzten Endes ist das die wesentliche Dimension allen Denkens, trauen sollte man wenigen, und schon gar nicht sich selbst. Am wenigsten jedoch wäre dem Chauffeurwissen (nachgeplappertes Know-how ohne Tiefgang) zu trauen, das heute jeder so eloquent verschleudert, dass die Worthülsen vermeintlich so sitzen wie bei jenem Rezensenten, der seine Glaubwürdigkeit aus dem selbst verschuldeten Nr.
Oberflächliche Abhandlung aller Themen, Die Kunst des klaren Denkens besteht für mich im Kern aus zwei Schritten:
1. Alle Dinge über die der Mensch nachdenkt von allen Seiten zu betrachten und alle Aspekte des Gegenstandes mit dem man sich beschäftigt zu berücksichtigen.
2. Zielorientiert diese Aspekte zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammenfügen.
Weder der erste Schritt, noch der zweite Schritt wird in diesem Buch abgehandelt oder berücksichtigt. Im Gegenteil, der Autor behandelt alle Themen absolut oberflächlich.
Ein Beispiel: Bei der "Swimmer's Body Illusion" wird ein möglicher Denkfehler beschrieben.
Denkanstösse, Nichts weniger als "Die Kunst des klaren Denkens" verspricht Rolf Dobellis neues Buch. Das ist doch etwas hoch gegriffen! Bei Dobellis Buch handelt es sich um eine Sammlung von Kolumnen, die in der FAZ und der SonntagsZeitung erschienen sind. Die Texte sind denn auch sehr gut und auf den Punkt geschrieben. In der Kürze liegt zwar die Würze, aber darin liegt auch gerade das Problem. Durch die Kürze bleibt alles sehr oberflächlich. Gerade wenn man ein Buch liest, würde man etwas Vertiefung der Themen erwarten.
Autsch, wie peinlich, Ich oute mich hiermit als ehemalig riesigem Dobelli-Fan. Ich habe seine Werke verschlungen und dutzendfach verschenkt. Sein Get Abstract bereichert die zeitknappe Managerwelt. Und nun diese Peinlichkeit - ich hätte sie nicht für möglich gehalten und kann nur vermuten, dass bei den exzellenten Rezensionen, sagen wir, etwas "nachgeholfen" wurde.
Warum ich dies schreibe?
1. So gut die Story in der Einführung ist, so erhellend ist sie für Leser, die "The black swan" gelesen haben.
"Ein Buch, das klüger macht - und unterhält." Frankfurter Neue Presse, 21.11.2011 "Autor Dobelli, mit Get Abstract selbst Unternehmensgründer, erzählt authentisch, ohne altklug zu wirken. Er erzählt unterhaltsam, mit vielen Anekdoten und belegt seine Thesen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen." enable, Oktober 2011 "In fast plauderndem Stil lädt er den Leser zu gedanklichen Experimenten ein, zu kleinen Kurvenfahrten durch bequeme Vorurteile und Kurzschlüsse." Michael Freund, DER STANDARD, 15./16.10.
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